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Na, da hat sie sich wieder was erlaubt, die Eminger … So viel böse Worte schon in der Headline. TU TU TU – PFUI – sowas tun brave Mädchen doch nicht – schämen Sie sich! Braves Mädchen? Ich fühle mich nicht angesprochen 😉

Diverse Projekte haben mich dazu bewogen, mal ein bisschen nach zu bohren. Haben Frauen wirklich berufliche Nachteile? Wie sieht es mit Führungspositionen aus? Was hat das mit den zugeschriebenen Rollen zu tun? Und was hat das alles nun mit Sex auf dem Hut?

Mal Hand aufs Herz? Wann wurden Frauen erstmals in Geschichtsbüchern erwähnt? Wie lang ist es her, dass das Frauenwahlrecht eingeführt wurde? Seit wann werden in der österreichischen Bundeshymne endlich auch stolz die großen Töchter besungen? Alles gar nicht so lange her …

Tabu bleibt tabu

Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass wir Frauen immer noch in vielen Bereichen benachteiligt werden und Tabuthemen eben weiterhin tabu bleiben. So wurden wir z. B. schon in Zeiten der Aufklärung nur auf unsere Eierstöcke reduziert: Zitat 1848 vom Arzt Rudolf Virchow „Alles, was wir an dem wahren Weibe Weibliches bewundern und verehren, ist nur eine Dependenz des Eierstocks“. Sigmund Freud entwickelte die Vorstellung, „die Frau ist ein Nicht-Mann, ein Wesen, das lebenslänglich am sogenannten Penisneid leidet“.

Selbst die Haarnadel als Waffe gegen unliebsame Übergriffe wurde uns verboten. Kräuterfrauen waren den Männern schon vor vielen Jahrhunderten suspekt. Klar doch! Eine Frau kann doch nicht sowas Essentielles wie Heilkunde beherrschen. 🙄 Lieber mal als Hexe abtun und ab auf den Scheiterhaufen mit ihr!

Der Begründer der Individualpsychologie Alfred Adler, setzte sich in den 1930er-Jahren mit den Minderwertigkeitsgefühlen auseinander. Damals ging er davon aus, dass die Meinungen und Gewohnheiten des Kindes in Bezug auf Männer- und Frauenrollen in erster Linie durch Erziehung entstehen. Der Knabe wird bevorzugt, die Mädchen und Frauen verrichten die gering geschätzte Hausarbeit. Das Signal ist: „Frauen machen wertlose Arbeit und sind deshalb auch weniger wert!“. Auch heute – knapp 100 Jahre später – liegt der überwiegende Teil der Hausarbeit noch immer bei den Frauen. Klar, wurde uns doch diese Rolle erfolgreich auferlegt. Eine liebe Freundin brachte es erst kürzlich auf den Punkt: „Ich habe mich für diesen Job (Anm. Hausarbeit) nie beworben!“

Frau bleibt benachteiligt

Auch wenn die berufliche Benachteiligung gerne verleugnet wird, die Fakten sprechen für sich. Der Equal Pay Day, jener Tag, an dem Vollzeit arbeitende Männer bereits das Jahreseinkommen von Vollzeit arbeitenden Frauen erreicht haben, fiel 2021 auf den 25. Oktober! Und das, obwohl in Österreich Frauen über höhere Bildungsabschlüsse als Männer verfügen. 🙈 Laut dem European Institute for Gender Equality (EIGE) sind im zweiten Halbjahr 2021 gerade einmal 20,2 % sämtlicher Positionen im Top-Management der größten börsennotierten Unternehmen der EU mit Frauen besetzt.

Die uns zugeschriebenen Rollen und Eigenschaften, wie „kümmernd, verständnisvoll, unterwürfig“ etc. tragen maßgeblich dazu bei, schubladisiert zu werden. Eine einfühlsame Frau kann doch niemals einer Untergebenen Arbeitsaufträge erteilen, ts! „Man wird nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht“ lautet der Schlüsselsatz im „Anderen Geschlecht“ von Simone de Beauvoir.

Ladies Talk

Wollen Sie etwas tiefer gehen? Lernen, wie Sie in der Männerdomäne beruflich auch zum Zuge kommen können? Und das Profil noch mit unseren positiven Zuschreibungen abrunden, ohne als „Mannsweib“ abgetan zu werden? Dann besuchen Sie meinen Ladies Talk am 12. und 25.11.2022 in der Volkshochschule Wien Penzing.

Ja, und wie war das nochmal mit dem Sex?

Auch da durften wir lange Zeit hinhalten und die Bedürfnisse unserer Gemahlen erfüllen … Alice Schwarzer arbeitet in ihrem Bestseller „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ 1975 heraus, wie Frauen beginnen, sich zu befreien. Die Interviews mit den unterschiedlichsten Damen sind sehr berührend, teilweise erschütternd. Glücklicherweise schreitet die sexuelle Revolution der Frau voran. Zu langsam meines Erachtens.

Wie wäre es, wenn wir uns unseren Sinnen und Wünschen hingeben? Mal nur UNSEREN erotischen Bedürfnissen nachgehen, mal aus der zu Rolle fallen? Auch wenn kein Partner zur Seite steht? Ein schneller One-Night-Stand, ein Besuch im Swinger-Club, ein anregendes Rollenspiel (den Ideen seien keine Grenzen gesetzt!) oder sich gar mal einen Callboy gönnen und für Sex mit Profis bezahlen? Tabu? YESSS!

Ladies Talk mit Irene Eminger

Ich kann ungelogen aus dem Stegreif eine Handvoll Männer aus meinem Umfeld nennen, die schon Dienste einer Sexarbeiterin in Anspruch genommen haben. Und auch offen darüber plaudern. Doch Frauen????? Keine einzige. Dabei dürfte es sich für Frau tatsächlich lohnen, sich diesen Luxus zu gönnen.

An dieser Stelle großen Dank an Noah von Callboy-Verzeichnis und Nick von Callboy Wien und Österreich, Schweiz. Mit ihrer Vermittlungshilfe konnte ich diese Tabuthemen mit einigen ihrer Kund*innen besprechen und war erstaunt, wie unterschiedlich die Motive, für Sex zu bezahlen, sind. Und … es lohnt sich, laut Aussage der Damen definitiv. Werfen Sie doch einen Blick auf die Homepage der oben genannten Anbieter! Danke nochmals fürs Vernetzen liebe Herren – die Gespräche waren inspirierend und aufschlussreich! Dazu kommendes Jahr mehr … 😉

Und so darf sich der Kreis nun schließen und ich möchte meine Geschlechtsgenossinnen auffordern: GO FOR SEX, GO FOR JOBS, lasst Euch nicht den Stempel aufdrücken – macht Euer Ding, egal was andere davon halten! Seid mal so richtig „von der Rolle“! Das Leben ist zu kurz, um schlechte Jobs oder miesen Sex zu haben!

Lassen Sie uns darüber reden.

In einem persönlichen Beratungsgespräch analysieren wir die Situation und finden Lösungen für Ihren Befreiungsschlag. Wenn es für Sie einfacher ist, können wir gerne Online-Tools für unser Gespräch nutzen. Oder bevorzugen Sie „Walk and talk“ – ein Beratungsgespräch in der Natur?

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